Impfempfehlung für eine Reise nach Bali

Bali ist eine Insel in den Tropen, welche durchaus eine Herausforderung sein kann – das trifft aber mitunter auch medizinisch zu. Deshalb müssen sich Reisende auch möglichst frühzeitig auf Ihre Reise nach Indonesien vorbereiten. Vornehmlich in Bezug auf die Impfungen sind ein paar Punkte zu beachten, die gerade dann relevant sind, wenn die Reise nach Bali geht. Rund 1-2 Monate vor Reiseantritt sollten Sie sich mit Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung setzen, das Reiseziel unter die Lupe nehmen und genau abschätzen, für welche Impfungen Sie sich entscheiden. Das ist notwendig, da die Meinungen bezüglich der notwendigen und empfohlenen Impfungen einerseits auseinandergehen und einige Reiseimpfungen andererseits ein wenig Vorlaufzeit brauchen, um ausreichend zu wirken. Impfschutz spielt eine wichtige Rolle, entsprechend sollten Sie auch rechtzeitig nähere Details einholen- eine gute Anlaufstelle ist das Tropeninstitut in Deutschland, darüber hinaus liefert auch das Auswärtige Amt wichtige Angaben für Touristen.

Wann sollten Sie nach Bali Reisen?

Es gibt prinzipiell aus gesundheitlichen Gründen keine Unterschiede wenn Sie nach Bali reisen sollten. Jedoch zur Nebenzeit ist durch die vielen Regenniederschläge ist ein erhöhtes Malariarisiko.

Empfohlene Impfung gegen Hepatitis für eine Reise nach Bali

Impfempfehlungen für Bali

Zuerst einmal gilt: Jeder der in Bali Urlaub macht sollte über die Standardimpfungen verfügen, die in Deutschland allgemein üblich sind. Des Weiteren kommen Vorsorgeimpfungen hinzu, die je nach Alter und Zustand sinnvoll sind. Es gibt keine Pflichtimpfungen, die für eine Reise nach Bali gelten, trotzdem werden von dem Auswärtigen Amt und auch dem Tropeninstitut einige Reiseimpfungen empfohlen:

  • Diphterie
  • Tetanus
  • Keuchhusten
  • Hepatitis A

Zusätzlich empfohlene Vorsorgeimpfungen können außerdem sein: Masern, Polio, Mumps, Röteln. Bei längeren Aufenthalten wird zudem zu Impfungen gegen Tollwut, Typhus und Hepatitis B und Japanische Encephalitis geraten. Hepatitis ist eine Lebererkrankung, die durch Virusinfektionen hervorgerufen wird. Der A-Erreger kann durch unsauberes Trinkwasser übertragen werden, weshalb diese Reiseimpfung zu den empfohlenen Schutzmaßnahmen zählt, schließlich ist das Wasser auf Bali von minderwertiger Qualität. Typhus ist ebenfalls eine klassische Infektionskrankheit, die durch infizierte Lebensmittel oder verschmutztes Wasser übertragen werden kann. Symptome sind Durchfall oder Fieberschübe, unbehandelt führt die Krankheit zum Tod. Die Impfung bietet jedoch bloß einen Schutz von 50 bis 77 Prozent, weshalb Sie ganz dringend auf einige Grundregeln im Hinblick auf die Hygiene achten sollten. Verzehren Sie niemals ungewaschene Lebensmittel und trinken Sie kein ungekochtes Wasser.

Tollwut auf Bali

2008 gab es einen Ausbruch von Tollwut auf Bali und ursprünglich wollte die Regierung das Problem bis zum Jahre 2012 in den Griff bekommen. Das scheiterte jedoch, denn noch heute herrscht offiziell Infektionsgefahr. Insbesondere Hunde gelten als Gefahrenquelle – von diesen Tieren sollten Sie sich unbedingt fernhalten. Unbehandelt führt eine Infektion in fast 99 Prozent aller Fälle zum Tod. Selbst mit einer Schutzimpfung wird der Betroffene nicht immun, sie verschafft allerdings Zeit, die für die Behandlung sehr wertvoll ist. Die Tollwut-Impfung bedarf drei Behandlungen, die zudem relativ teuer sind. Allerdings gibt es einige Kassen in Deutschland, die diese Impfung bei Reisen nach Bali vollständig übernehmen – gerade deswegen, weil das Risiko doch sehr hoch ist.

Japanische Enzephalitis

Japanische Enzephalitis ist eine seltene aber doch des öfteren vorkommende Virusinfektion, welche hauptsächlich in Südostasien vorkommt und hauptsächlich über Mücken übertragen wird. Richtig schützen können Sie sich unter anderem mit langen Anziehsachen. (Besonders im Vergleich Indonesien vs. Deutschland). Bitte beachten Sie, dass auch die Krankheit Polio auf Bali oft vorkommt.

Gelbfieber

Ist keine Impfvorschrift für Urlauber welche mit einem Direktflug von Europa kommen. Sollten Sie jedoch aus Länder in Asien einreisen, sollte Sie nähere Details beim Auswärtigen Amt abrufen, da das Fieber bzw. Geldfieber vor allem in wenig entwickelten Ländern auftritt.

Dengue-Fieber

Vorwiegend während der nassen Zeit ist Dengue Fieber stark verbreitet. Es gibt Regionen wo dies verstärkt oder weniger vorkommt. Allerdings ist das Risiko landesweit vorhanden. Übertragen wird der Virus durch Mücken (Stechmücken) welche vorwiegend am Tag aktiv ist. Besonders bei Schweiß oder Essen und im Regenwald treten vermehrt Stiche auf. Schützen Sie sich davor mit passenden Mückenschutzmittel!

Malaria auf Bali

Vorsicht: Malaria GefahrDurch die feuchtwarme Klimaverhältnisse ist Malaria auf Bali nicht unüblich, wenngleich das Infektionsrisiko in den Touristenregionen eher gering ausfällt. Treffen Sie trotzdem ausreichend Vorkehrungen und besprechen Sie sich mit Ihrem Arzt, inwiefern eine Prophylaxe-Maßnahme sinnvoll ist. Eine klassische Impfung gibt es jedoch nicht. Gerade dann, wenn Sie sich bei Ihrem Urlaub auch außerhalb der größeren Städte aufhalten und vielleicht eher abenteuerliche Unternehmungen unternehmen möchten, ist eine Prophylaxe ratsam. Das Malariarisiko besteht das gesamte Jahr über. Übertragen wird Malaria von Stechmücken, deshalb ist ein guter Mückenschutz unabdingbar. Sie sind nachtaktiv, weshalb in den Abendstunden das Risiko sehr hoch ist. Schlafen Sie mit einem speziellen Moskitonetz und benutzen Sie tagsüber Abwehrsprays. Bei einem Aufenthalt im Freien halten Sie insbesondere in den späteren Abendstunden die Haut bedeckt und tragen helle Hosen und Oberteile. Mücken meiden Kälte, in Räumen sind Sie deswegen sicher. – Lange Anziehsachen sollte daher immer mit dabei sein, wenn die Reise nach Indonesien geht.

Anfallende Kosten für den Impfschutz

Es gibt bisher noch keine einheitliche Regelung, welche Kosten der Vorsorge von den Krankenkassen übernommen werden. Die Erstattung von Reiseimpfungen ist momentan nicht gesetzlich vorgeschrieben, somit handelt es sich um eine rein freiwillige Leistung. Jede Krankenkasse kann folglich selbst entscheiden, ob sie die Kosten übernimmt. Die meisten Kassen erstatten sowohl Impfstoff als auch die ärztliche Leistung, andere tragen wiederum nur gewisse Anteile. Bei Unklarheiten können Sie Ihre Krankenkasse im Voraus kontaktieren und um Auskunft bitten. Sprechen Sie ferner mit Ihrem Arzt über Kosten und Erstattung, immerhin sollten Sie ohnehin eine Beratung in Anspruch nehmen. Eine reisemedizinische Beratung ist nämlich von Vorteil, da es viele Individualitäten gibt, die es zu beachten gilt. Ebenso spielt Ihr aktueller Zustand eine Rolle.

Wir hoffen, dass Ihnen unsere Angaben zu den empfohlenen Impfungen weitergeholfen haben, aus rechtlichen Gründen müssen wir jedoch sämtliche Gewährleistung ausschließen. Nur Doktoren und das Auswärtige Amt kann Sie hierzu fachkundig beraten, daher sind obige Angaben als Empfehlung zu verstehen. Weitere Hilfe bietet gern Ihr Hausarzt und kann Ihre Fragen gut beantworten.